Das Vokalwerk Hamburg unter der Leitung von Christopher Bender gestaltet gemeinsam mit der Theaterklasse des Helmut-Schmidt-Gymnasiums Wilhelmsburg ein Konzert, das an das Weltkriegsende vor 77 Jahren und an die aktuellen Grauen des Krieges erinnert.

 

Wir freuen uns sehr, dass die Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank ein Grußwort sprechen wird. Damit unterstützt sie uns in unserer Arbeit, einen kulturellen Beitrag für die Stadt Hamburg zu leisten und mit diesem besonderen Programm auf die Gräuel des Krieges, dem Millionen Menschen zum Opfer fielen, hinzuweisen. Die jüngsten Ereignisse in der Ukraine, aber auch in Syrien, Afghanistan, Mali und anderen Länder des afrikanischen Kontinents machen das Gedenken und die Warnung vor Krieg aktueller und wichtiger denn je.

Solistin des Abends ist Annika Mendrala, die das eindrückliche Kaddisch von Maurice Ravel singt und zudem maßgeblich an der Konzeption des Abends beteiligt war.

Mit Hans Gal und Paul Ben-Haim erklingen zwei jüdische Komponisten, die in der Zeit des Nationalsozialismus nur durch Flucht ihr Leben retten konnten und deren Werke in Deutschland geächtet wurden. Francis Poulencs Zyklus „Un soir de neige“ und Rudolf Mauersbergers eindrückliche Motette „Wie liegt die Stadt so wüst“ spiegeln unmittelbar die Eindrücke des Krieges, während die Kompositionen von Heinrich Schütz und Arvo Pärt Visionen des Friedens schildern.

 

Am Helmut-Schmidt-Gymnasium in Wilhelmsburg lernen Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen kulturellen und sozialen Hintergründen. In der Theaterklasse von Hédi Bouden entwickeln die Jugendlichen Konzepte, sich kreativ mit dem Thema Krieg auseinander zu setzen. Der Musik werden die Schülerinnen und Schüler Lesungen und Performances gegenüberstellen.

 

Eintritt: 12 €

Karten im Vorverkauf bei der Konzertkasse Gerdes (040/453326) oder DIREKT HIER.

Der Komponist und Organist Künstel (1645-1695) wirkte in Ansbach und Coburg als Komponist, Organist und Kapellmeister. Kurz vor seinem Tod schrieb er die Markuspassion, die sich im 18. Jahrhundert insbesondere in Mitteldeutschland großer Beliebtheit erfreute. Es wird davon ausgegangen, dass Bach das Werk kannte und schätzte, denn es finden sich viele Parallelen in dessen Passionsvertonungen. Lange galt das Werk als verschollen, ehe es vor wenigen Jahren wiederentdeckt wurde und vom Ensemble Polyharmonique neu eingespielt wurde. Das Werk entfaltet sich wie Bachs Vertonungen am biblischen Passionsbericht, geschmückt mit Arien und Chorälen und umrahmt von großen Chören. Einige Mitglieder des international renommierten Ensembles Polyharmonique bilden das Solistenquartett in diesem Konzert, das die Hamburger Erstaufführung dieses besonderen Werkes darstellt.

 

Hanna Zumsande, Sopran
Alexander Schneider, Altus
Johannes Gaubitz, Tenor
Matthias Lutze, Bass
Felix Rump, Bass
Chor St. Johannis
Elbipolis Barockorchester Hamburg
Christopher Bender, Leitung

 

Eintritt: 12-24 € (3 € Ermäßigung für Schüler:innen und Studierende)
VVK: Konzertkasse Gerdes (040/453326), www.eventim.de und Abendkasse