Kirche St. Johannis Harvestehude, Hamburg – Ausstellungen

Ausstellungen

Die Kirche St. Johannis-Harvestehude bietet Raum für verschiedenste Ausstellungen. Mal sind Wüstenbilder, mal Fotos, mal Lichtobjekte oder Gemälde zu sehen. Im Zusammenspiel mit dem Ort, den Farben und Materialien der Kirche ergeben sich Perspektiven, Fragen und Einfälle, über die die Gemeinde gerne ins Gespräch kommt.

Ausstellung 2018: Eine Reise in die Wüste

Im Sommer 2018 waren Carsten Westphals Wüstenbilder in St. Johannis-Harvestehude zu Gast.

Spannend geht es in den biblischen Wüsten zu: Dämonen erscheinen und Engel, der Teufel und auch Gott selbst. Es wird auf die Probe gestellt, geläutert, gereinigt, gerufen. Und gewandert: 40 Jahre Wüste brauchte es, um weg von der Sklaverei zu kommen und hin zur Freiheit. In der Wüste, sagt man, habe das Volk Israel sich überhaupt erst gebildet.

Ein Ort intensiver Auseinandersetzung sind Wüsten auch für den Maler Carsten Westphal. Bei sengender Hitze, tiefer Stille und unermesslicher Weite bringt er mit Felsenstaub, Salz, Schlamm und Farbpigmenten Relieflandschaften auf die Leinwand, die den Zauber der Wüste in sich tragen.

Carsten Westphal, 1963 in Hamburg geboren, erlernte bereits früh die Aquarellmalerei beim Hamburger Maler Peter Lübbers. Nach dem Studium der Klassischen Archäologie widmete er sich der Malerei und verknüpfte sie mit seiner Reise- und Abenteuerlust und seiner Neugier, Neues zu entdecken. Heute arbeitet er als freischaffender Künstler, hauptsächlich in Wüsten, aber auch in seinem Hamburger Atelier. Zusammen mit Dr. Claudia Tietz stellte er eine besondere Ausstellung für St. Johannis-Harvestehude zusammen.

Kirche St. Johannis Harvestehude, Hamburg – Ausstellungen

Ausstellung 2017: Lebensworte - Glaubensworte

Zum 500. Reformationsjubiläum war die Ev.-luth. Kirche St. Johannis-Harvestehude mit sichtbaren Worten gefüllt. Worte, zusammengetragen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus der Gemeinde, die sie im Herzen tragen, die ihnen Heimat und Halt geben, die für ihr Leben oder ihren persönlichen Glauben stehen. Worte, die etwas davon abbilden, wie Menschen mit Gott sprechen: Das habe ich Gott zu sagen! Das soll Gott hören!

Für Martin Luther war „das Wort“ zentral. Aber nicht nur Gott spricht zu den Menschen – auch Menschen reden mit Gott. Sie fragen ihn, fordern ihn heraus, danken ihm und bitten ihn, zum Beispiel mit diesen Worten:

Liebe – Danke – Respekt – Zuhause – Vergebung – Sehnsucht

Die 25 im Kirchraum aufgehängten Worte wurden von der Künstlerin Claudia Reich aus transparentem Plexiglas gefertigt. Die Konzeption der Ausstellung lag bei Dr. Claudia Tietz. Mittlerweile sind die Worte in der Gemeinde versteigert worden. Vielleicht entdecken Sie sie in einer Wohnung oder in einem Fenster?